Feiertage

Wie wird das Osterdatum berechnet?

Kurz erklärt: Das gregorianische Osterdatum lässt sich mit einem Ganzzahlalgorithmus aus dem Jahr berechnen. Er bildet Mondzyklus, Jahrhundertkorrekturen und Wochentagslage in mehreren Rest- und Divisionsergebnissen ab und liefert schließlich Monat und Tag des Ostersonntags. Von diesem Datum werden weitere Termine mit festen Abständen abgeleitet: Karfreitag minus zwei Tage, Christi Himmelfahrt plus 39 Tage und Pfingstmontag plus 50 Tage. Rechtsgeltung wird anschließend separat geprüft.

Status
Faktengeprüft
Letztes Review
Nächstes Review
Risikoklasse
niedrig

Eine Jahreszahl ist die einzige Eingabe

Der implementierte Algorithmus arbeitet für ein ausgewähltes gregorianisches Jahr ausschließlich mit Ganzzahlen. Zunächst wird die Stellung des Jahres im 19-jährigen Mondzyklus bestimmt. Jahrhundert-, Schaltjahr- und Wochentagskorrekturen führen anschließend zu den Zwischenwerten, aus denen Monat und Tag berechnet werden.

Ganzzahldivision bedeutet, dass Nachkommastellen verworfen werden; der Modulo-Operator liefert einen Rest. Diese beiden Operationen müssen in jeder Programmiersprache gleich definiert sein, damit dieselbe Jahreszahl dasselbe Datum ergibt. Die Funktion gibt zusätzlich ihre relevanten Zwischenwerte zurück, sodass die sichtbare Erklärung nicht von einer zweiten Formel abweicht.

Bedeutung der sichtbaren Rechengrößen
GrößeOperationRolle
aJahr modulo 19Position im Mondzyklus
bJahr ganzzahlig geteilt durch 100Jahrhundert
hkorrigierte Restrechnung modulo 30Mondzykluswert
lRestrechnung modulo 7Wochentagskorrektur
mganzzahlige Ausnahmekorrekturseltene Korrekturfälle

Zwischenwerte werden zu Monat und Tag

Aus den korrigierten Werten wird eine Ergebniszahl gebildet. Ihre ganzzahlige Division durch 31 bestimmt März oder April; der Rest bestimmt den Tag innerhalb des Monats. Für 2027 zeigt das dynamische Modul alle veröffentlichten Zwischenwerte, das daraus erzeugte Datum und die abgeleiteten Feiertage.

Die Darstellung ist bewusst prüfbar: Das angezeigte Osterdatum stammt direkt aus dem Rückgabewert der Kalenderfunktion. Karfreitag, Ostermontag, Himmelfahrt und Pfingstmontag werden mit derselben Additionsfunktion erzeugt. Damit kann keine manuell gepflegte Tabelle unbemerkt vom Rechenkern abweichen.

Nicht nur das Enddatum testen

Ein belastbarer Test vergleicht bekannte Ostertermine in mehreren Jahren und kontrolliert zusätzlich die festen Abstände der Folgetermine. Sinnvoll sind frühe und späte Osterdaten, Jahrhundertgrenzen und aufeinanderfolgende Jahre. Der vorhandene Golden Master deckt Referenzjahre ab; Kalender-Invarianten prüfen den gregorianischen Zeitraum 1900 bis 2100.

Auch Zeitzonen dürfen das Ergebnis nicht verschieben. Deshalb erzeugt die Funktion ein Datum um Mitternacht UTC und formatiert es erst für die Anzeige. Additionen erfolgen ebenfalls auf UTC-Kalendertagen. So bleibt ein berechneter Sonntag unabhängig von Sommerzeitwechseln derselbe Kalendertag.

Der sichtbare Rechenweg bleibt reproduzierbar

Die Zwischenwerte a, b, h, l und m werden nicht redaktionell eingetragen. Das Modul erhält sie zusammen mit dem Ergebnisdatum direkt aus der Berechnungsfunktion. Ändert sich die Implementierung, ändern sich Erklärung und Ergebnis gemeinsam; die Golden-Master-Tests würden eine ungewollte Abweichung melden.

Die zweite Tabelle prüft außerdem Beziehungen, die unabhängig vom konkreten Jahr gelten. Aus Ostersonntag plus 39 Tagen muss ein Donnerstag und aus plus 50 Tagen ein Montag entstehen. ISO-Wochen werden mit derselben Wochenfunktion berechnet wie auf den Kalenderwochenseiten. So verbinden sich Formel, Datum und Produktanzeige zu einer kontrollierbaren Kette.

Berechnung ist keine Rechtsquelle

Der Algorithmus bestimmt Ostersonntag im verwendeten gregorianischen Modell. Er entscheidet nicht, ob ein abgeleiteter Termin bundesweit, landesweit oder örtlich als gesetzlicher Feiertag gilt. Diese Information kommt aus den jeweils gültigen Rechtsregeln und wird im Feiertagskorpus separat versioniert.

Für die praktische Nutzung wählen Sie daher nach der Datumsberechnung Jahr und Region. Die Feiertagsseite verbindet das Ergebnis mit der Geltung; die Methodik dokumentiert Datenfreigaben und Grenzen. Eine individuelle Aussage zu Arbeitspflicht, Entgelt oder Ersatzruhe lässt sich aus dem Kalenderdatum allein nicht ableiten.

Berechnete Fakten

Die folgenden Werte werden beim Rendern aus demselben geprüften Kalenderkern berechnet wie die Jahres-, Kalenderwochen- und Arbeitstageseiten.

Dokumentierte Ganzzahlschritte für Ostern 2027
ZwischenwertWertBedeutung
a13Rest der Division des Jahres durch 19
b20Jahrhundertzahl
h1korrigierter Mondzykluswert
l5Wochentagskorrektur
m0Ausnahmekorrektur
Ergebnis28.03.2027Monat 3, Tag 28
Vom Ostersonntag abgeleitete Termine 2027
TerminAbstandDatumISO-Woche
Karfreitag−2 Tage26.03.202712
Ostermontag+1 Tag29.03.202713
Christi Himmelfahrt+39 Tage06.05.202718
Pfingstmontag+50 Tage17.05.202720

Quellen und Datenstand

Inhalt geprüft am . Dynamische Werte stammen aus dem versionierten Kalenderkern.

Zitiervorschlag: Jahreskalender.org, „Wie wird das Osterdatum berechnet?“, https://jahreskalender.org/wissen/wie-wird-das-osterdatum-berechnet/, fachlich geprüft am 02.08.2026; persönliches Abrufdatum ergänzen.

Quellen mit Herausgeber, Geltungsbereich, Dokumenttyp und Prüfstand
DokumentHerausgeberGeltung und ThemaTypAbruf und Prüfung
Methodik der FeiertagsdatenJahreskalender.orgProjekt
Feiertage, Osterdatum, Geltungsbereich
Dokumentierte Methodik
interne Quelle
abgerufen
geprüft
Amtliche Feiertagsgesetze der 16 LänderLänder der Bundesrepublik DeutschlandDeutschland / Länder
gesetzliche Feiertage, Geltungsbereich
Amtliche Übersicht
Primärquelle
abgerufen
geprüft

Weiterführende Seiten